Offiziell beginnt der Fåsching am 11.11. um 11:11 Uhr. Das war auch ungefähr die Zeit, wo anno 2009 Hans Martin Gesellmann und Willi Schlögl zu Reinhold Krutzler pilgerten, um bei ihm Weine zu verkosten. Krutzler – das ist der Winzer mit dem legendären Perwolff. Gesellmann und Schlögl sind Weinprofis, die seit Jahren in der heimischen Weinbranche tätig sind (die seit Jahren bei WEIN & CO arbeiten) und die seit langem vom Wunsch beseelt waren, ihren eigenen Wein zu vermarkten.

Irgendwann stand plötzlich eine schwarzrote Essenz in den Gläsern, die das Gespräch jäh zum Versiegen brachte. Als die ehrfürchtige Stille einem begeisterten Aufschrei wich, waren sich die beiden Freunde und Weinliebhaber bereits einig: diesen Wein müssen wir haben, und zwar die gesamte Ernte. Es war tatsächlich ein völlig neues Gewächs, die Jungfernlese eines neu angelegten Blaufränkisch Weingartens. Die Lage trägt den Namen Fåsching.

 

Wie die Geschichte weiterging?

Getragen von der Begeisterung nahm der Abend seinen Lauf. Junger Blaufränkisch in seiner delikaten Fass-Phase kann tückisch sein. Am nächsten Tag versuchten sich Gesellmann und Schlögl mühsam zu erinnern: Haben wir wirklich die gesamte Ernte vom Fåsching gekauft? Statt lange nachzudenken, schritten sie zur Tat, gründeten die Gesellmann & Schlögl OG und schlossen mit Reinhold Krutzler einen Vertrag, über den Weinliebhaber noch froh sein werden: Der Winzer übernimmt die Arbeit in Weingarten und Keller, die beiden Neo-Negociants kümmern sich um Marketing und Vertrieb.

 

Inzwischen ist der erste Jahrgang im Handel: Der Blaufränkisch Fåsching 2009 wurde am 24.06.2011 abgefüllt und wird am 11.11.2011 um 11:11 Uhr erstmals zum Verkauf freigegeben.

 

Allerdings nur bis zum Fåschingsdienstag, 24 Uhr, wird der Wein erhältlich sein. Falls die Menge überhaupt so lange reicht. Alle anderen müssen bis zum 11. November 2012 warten – dann kommt der nächste Jahrgang.

 

» Die Fåschingsprinzen